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Burg Bodenstein

Die Burg Bodenstein liegt in einer der reizvollsten Landschaften des Eichsfeldes inmitten eines Naturschutzgebietes. Ausgedehnte Laubwälder laden zu Spaziergängen, Wanderungen und naturkundlichen Exkursionen ein.
Der Bodenstein ist die am besten erhaltendste Burg des Eichsfeldes und liegt auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges oberhalb Wintzingerodes. Sie wurde im 11. Jh. vom Geschlecht derer von Bodenstein errichtet, die auch um 1200 das Zisterzienserinnenkloster Beuren gründeten. Im Bauernkrieg ( 1525 ) wurde die Burg niedergebrannt. Sie wurde sofort wieder aufgebaut und bald ein Zentrum der lutherischen Reformation.

Ob schon in frühgeschichtlicher Zeit an dieser Stelle eine befestigte Anlage existierte, ist weder archäologisch, noch urkundlich nachgewiesen. Aber bereits 1098 wird in einer Urkunde ein Johann von Bodenstein erwähnt.

Der bekannteste dieses edelfreien Dynastengeschlechts war Konrad von Bodenstein, der um 1200 als Domherr in Hildesheim das Zisterzienserinnenkloster Beuren gründete.

Da dieses Geschlecht bald verarmte, verkauften sie um 1250 Burg und Herrschaft an die Welfenherzöge, die das Erworbene bereits 1293 an die Grafen von Hohnstein weiter veräußerten. Diese wiederum gaben das Gebiet 1337 mehreren Adligen u. a. Hans von Wintzingerode, für 600 Mark Silber Mühlhäuser Gewichts.

In dem folgenden Jahrhundert (bis 1448) gelang es den Wintzingerödern, alleinige Burgbesitzer zu werden. Gleichzeitig erwarben sie den Scharfenstein und wurden somit eine starke Adelsfamilie, die es in der fehdereichen Zeit mit Dynastien und Städten aufnahmen, so dass beide Burgen 1415 (wenn auch vergeblich) belagert wurden.

Das Schicksal ereilte den Bodenstein im Bauernkrieg; am 5. Mai 1525 brannte eine Abteilung des in Worbis lagernden Bauernheeres die Burg nieder. Sie wurde sofort in dem Kernbereich wieder aufgebaut und bald ein Zentrum der lutherischen Reformation in unserem Gebiet, unter Berthold von Wintzingerode (gest. 1575) Mittelpunkt des Widerstandes des protestantischen eichsfeldischen Adels gegen die Rekatholisierung (Gegenreformation) des Mainzer Erzstiftes.

Schließlich erwarb der Erzbischof Daniel Brendel von Homburg 1573 Schloss und Gericht (5 Dörfer) vom Grafen Volkmar von Hohnstein als Obereigentum vorbehaltlich des freien Bekenntnisses zur Augsburger Konfession.

Vermeintliche Ansprüche Braunschweigs wurden endgültig erst 1692 abgewiesen. Gewinner waren die Wintzingeröder (seit 1794 Reichsgrafen), die den Bodenstein bis 1945 als Residenz besaßen.

Dann erhielt ihn die evangelische Kirche als Müttererholungsheim. Nach 1990 wurde der Gesamtkomplex aufwendig renoviert.

Name: Burg Bodenstein
Adresse: Burgstraße 1, 37339 Bodenstein
Telefon: (036074) 970
Internet: http://www.burg-bodenstein.de

Öffnungszeiten: Führungen meist am Wochenende

Besondere Höhepunkte:
sonntägliche Gottesdienste
monatliche Konzerte
Gesprächs- und Vortragsabende


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