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Amüsantes und
Wissenswertes
Als Fortschritt und Luxus nach Duderstadt kamen
Vor rund einhundert Jahren zog der industrielle Aufschwung, den das ganze Deutsche Reich mit einer gewissen Verspätung gegenüber England und Frankreich erlebte, auch Duderstadt in seinen Bann. Nach einer wirtschaftlich bedeutenden Frühindustrialisierung, der zwei Manufakturen zu verdanken waren, setzte die Industrialisierung mit dem Bau einer Zuckerfabrik - heute als Feilenfabrik am Ring bekannt - und dem Anschluss an das nationale Schienennetz mit den Bahnanschlüssen nach Wulften bzw. Leinefelde ein.

Mit der Industrialisierung zog auch der technische Fortschritt ein. Zur Jahrhundertwende entstand in Duderstadt ein kleines Telefonnetz: drei Anschlüsse umfasste das Ortsnetz; sie gehörten dem Bankier Max Katz, der Brauerei Gebrüder Keseling und dem Kaufmann Julius Kühn in der Jüdenstraße gegenüber dem Postamt. Ein Telefonanschluss im Rathaus für die Stadtverwaltung kam erst 1905 dazu. Im Herbst des Jahres 1900 wurde eine Fernsprechleitung mit zwei Adern nach Göttingen gelegt. Erstmals in diesem Jahr bot die Firma Hertwig sportliche Zwei- und Dreiräder an.

Bild: Das erste Auto
Das erste Auto
Ein nicht alltägliches Vergnügen war die Betrachtung lebender Bilder - zum ersten Mal war zum Schützenfest des Jahres 1900 ein Kinematograph ("Edison's Elektro-Theater") mit bewegten Bildern von bis zu 45 Sekunden Dauer auf der Schützenwiese zu sehen. Besonderes Aufsehen erregte ein pferdeloser Wagen, den die Färberei Blau in der Steintorstraße als ersten Lieferwagen mit Benzinmotor in Duderstadt betrieb. Erst 1908 gab es einen Personenkraftwagen zu bestaunen - den "Adler" des Magistratsmitglieds Dr. med. Bertram.
Ebenfalls im ersten Jahrzehnt des 20. Jhs. wurde das städtische Elektrizitätswerk eröffnet. Zum Martini-Markt 1900 erstrahlte die Stadt erstmals im Licht von 6 Bogen-Kohlestift-Lampen und 107 Glühbirnen mit der Leuchtkraft von je 25 Kerzen.
Im Jahre 1904 wurde die Badeanstalt in der Obermühle durch den Einbau einer modernen Heizanlage entscheidend modernisiert - man konnte nun Wannen oder "Douche-Bäder" in nahezu beliebiger Temperatur genießen, was insbesondere für den Teil des Publikums interessant war, der für Dusch-Bäder in der natürlichen Fluss-Temperatur zu empfindlich war. Kalte Bäder kosteten 20 Pfennig, warme 60 Pfennig. Die hohen Preise wurden sozial dadurch abgefedert, dass Knaben, die die Volksschule besuchten, kalte Bäder umsonst benutzen durften. Natürlich gab es auch bereits 1904 spezielle Badezeiten für die Damen.
 

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