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Amüsantes und
Wissenswertes
Der Teufel, der Bürgermeister und der Westerturm
Am 12. August wurde der Westerturm und der Neubau direkt am Turm eingeweiht. Der Westerturm ist der letzte vollständig erhaltenen Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung, rekonstruiert wurden der Georgsturm und der Eckturm am Großraumparkplatz. Jedes der vier inneren und äußeren Tore wurde durch einen Turm verstärkt, daneben weitere kritische Punkte der Mauer - es gab einen Pulverturm, den Eulenturm, einen Turm, in dem Häftlinge verwahrt wurden ("Fangentorn"), den Sandwasserturm, den Turm der Hebamme, auch namenlose Türme - insgesamt sind 16 Türme der mittelalterlichen Stadt bekannt.

Teil des städtischen Befestigungssystems war aber auch der Turm der Oberkirche, auf dem ein städtischer Wächter Tag und Nacht Blickkontakt zu den Wächtern auf den Warten hatte, aber auch darüber wachte, dass kein Feuer in der Stadt unentdeckt blieb.
Das Westertor hatte im 13. Jahrhundert einen anderen Namen - im Gegensatz zum Obertor wurde es Niedertor - valva inferior - genannt. Das Steintor war lange Zeit das einzige aus diesem teuren Material Stein. Das Neutor wurde erst später angelegt, etwa an seiner Stelle befand sich in der nördlichen Mauer die Judenpforte, die den Bewohnern der Jüdenstraße den Ausgang aus der Stadt nach Norden ermöglichte.

Bild: Der Westerturm nach dem Brand 1911
Der Westerturm nach dem Brand 1911
Als im Frühjahr 1424 ein Großfeuer die gesamte nördliche Stadt niederlegte, wurde das "Niedertor" wenige Wochen später als Steinbau wieder errichtet, eine Steintafel am Tor berichtet vom Brand und vom Baubeginn. Erst 1505 wurde das Dach vollendet, das durch seine schraubenartige Drehung ein Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Ein stilisiertes Logo des Westerturms symbolisiert heute die Stadt.
Gedrehte Türme gibt es einige in deutschen Städten. Für die Bautechniker liegt der Grund auf der Hand: es fehlt an versteifenden und stabilisierenden Elementen in der Turmkonstruktion. In Duderstadt weiß man es aber besser: Der Teufel hat den Turm gedreht. Nach der einen Variante als er aus der Stadt hinausflog, weil die Frauen so heftig gegen ihn gebetet hatten, weil er ihre Männer dazu verführt hatte, am Sonntag in das Wirtshaus statt in die Kirche zu gehen.
Nach einer anderen Variante waren die Duderstädter Dachdecker unfähig, das steile Dach zu decken, so dass der Bürgermeister dem Teufel sein Seele und vier Dukaten dafür bot, wenn er das Dach in einer Nacht decken konnte. Der Teufel bewältigte die Aufgabe, aber der Bürgermeister wollte ihm weder die Seele noch das Geld geben und flüchtete in den Schutz einer Heiligenstatue. Der Teufel geriet in Wut, verdrehte die Turmspitze und rief allen Städtern zu: "jetzt sollt Ihr immer an mich denken, wenn Ihr den Turm seht !"
 

Stadt Duderstadt
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