Logo
Amüsantes und
Wissenswertes
Kommissarius Herwig Böning und die Mariensäule
Zu den das Stadtbild Duderstadts prägenden Elementen gehört die imposante über sechs Meter hohe Mariensäule zwischen Rathaus und Oberkirche, die in mehrfacher Weise eng mit der Geschichte Duderstadts verbunden ist.
Eng auf die Stadt bezogen sind natürlich die beiden Wappenlöwen unter einem D für Duderstadt auf dem Sandsteinsockel, die St. Cyriakus zugewandt sind, und denen auf der anderen Seite das Mainzer Rad als Symbol der Landesherrschaft zugeordnet ist, ergänzt durch gekreuzten Bischofsstab und Szepter als Zeichen der weltlichen und der geistlichen Gewalt des Landesherren.
Die Duderstädter Mariensäule von 1711
Die Duderstädter Mariensäule von 1711
Die Inschriften auf den anderen beiden Seiten des Sockels lauten
AVE REGINA COELORUM
AVE DOMINA ANGELORUM
SALVE RADIX
SALVE PORTA
EX QUA MUNDO LUX EST ORTA
("Gegrüßt seist du Königin des Himmels, gegrüßt du Herrin der Engel. Sei gegrüßt du Wurzel, sei gegrüßt du Pforte aus der der Welt Licht geworden")
Der Text entspricht der Darstellung der Maria mit Szepter und Krone als Himmelskönigin "in majestätischer Pose" (M. Hauff).
RESTAURO MCMLXXI
COND: ANNO DOMINI MDCCXI
RENOV. ANNO DOMINI MDCCCLXII
DENUO MCMLII
Die Daten verweisen auf das Entstehungsdatum 1711 und die Restaurierungsmaßnahmen 1862, 1952 und 1971. Die letzte Renovierung von 1986 ist nicht erwähnt.
Die Mariensäule ließ Dr. Herwig Böning errichten, Sohn eines hiesigen Ratsherren, einer der großen Söhne der Stadt. Geboren 1640, wurde er bereits mit 26 Jahren im Jahr 1666 Stadtpfarrer und Kommissarius des Eichsfeldes. In dieser Funktion reorganisierte er das kirchliche Leben nach den Verlusten des Dreißigjährigen Krieges, er wurde so zum Motor der Rekatholiserung im Eichsfeld. Bleibende Verdienste um Duderstadt erwarb er sich durch die Neuausstattungen der St.-Cyriakus-Kirche u.a. mit den Apostelfiguren des Bildhauers Andreas Georg Kersten, die Schaffung des kirchlichen Gymnasiums und die Ansiedlung der Ursulinen, die auch die Erziehung der weiblichen Jugend ermöglichte. Die Mariensäule, die die besondere Verbindung des Eichsfeldes zur Muttergottes versinnbildlichte, ließ er zur Erinnerung an die Notzeit der Pestepidemie 1682/83 errichten. Er starb 82-jährig im Jahr 1722.
1928 ehrte die Vaterstadt ihren großen Sohn durch die Benennung des bisher "die Brandstätte" genannten Platzes gegenüber der St.-Cyriakus-Kirche.
 

Stadt Duderstadt
https://www.duderstadt.de


1075 Jahre Duderstadt
1075 Jahre Duderstadt
Veranstaltungen
[22.06.2018 - 23.09.2018]Dem Vergessen entrissen!
[20.09.2018 19:30 Uhr]Geschichten von Menschen und Zügen
[21.09.2018 21:00 Uhr]Erlebnisführung "Laterne, Horn und Hellebarde"
[22.09.2018 14:30 Uhr]Auf ein Stündchen mit dem Scharfrichter
[24.09.2018 09:00 Uhr - 15:00 Uhr]Karriereberatung der Bundeswehr
SuchenVeranstaltungenWeitere Termine